(29.06.2014) Schon bevor feststand, dass wir am Hexentrail teilnehmen, hatten sich drei F(r)ettchen für die GrimmSteig-Tage 2014 angemeldet. Dieses Wochenende war es nun soweit und so trafen wir uns am Freitag, den 27.06.2014, mit gepackten Rucksäcken und frohen Mutes auf der Königs-Alm in Nieste. Mit dabei waren natürlich noch weitere Wandersportskameraden aus Herzberg/Walkenried, so dass wir mit 8 Leuten eine große Truppe waren.

 

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Nach dem gemeinsamen Pasta-Essen wurde es langsam ernst, die Uhr rückte unweigerlich auf 20:00 Uhr und damit den Start zu. Die verbleibende Zeit wurde genutzt, um anhand der Wettervorhersage die Rucksäcke noch einmal ein-, aus- oder umzuräumen.

Dann war es soweit und der Startschuss fiel. Unter dem Beifall den Mitarbeitern der Wanderschule Nieste, zahlreichen Helfern und Zuschauern ging es auf die 84 km lange Strecke. Schon zu Beginn war das eine einmalige Atmosphäre, und aufgeregt schnatternd bogen wir um die erste Kurve. Dort offenbarte sich eine tiefhängende Regenwolke unseren Augen, aber: "Die zieht rechts vorbei". Tat sie natürlich nicht, und so fing es schon bald an zu regnen. Lange dauerte der Guss zwar nicht, dafür war er recht heftig und sorgte dafür, dass wir im Laufe der Nacht noch desöfteren an ihn dachten und ihn verfluchten.

Die Laune jedoch war noch nicht getrübt, und die ersten 13 km bis zum Versorgungspunkt 1 vergingen sehr kurzweilig. Dort wurden wir, wie auch an allen weiteren Versorgungspunkten, äußerst nett und fürsorglich empfangen. Die Getränkeflaschen wurden aufgefüllt, die erste Banane vertilgt und die Stirnlampen in Position gebracht.

Auf dem nächsten Teilstück sollte sich erstmals zeigen, warum der GrimmSteig zu den "anspruchsvollsten" Wanderwegen gehört. Geprägt waren die Nachtetappen von zahlreichen schnuckeligen Singletrails, die dank des Regens in einem recht unwegsamen Zustand waren. Dies sorgte für ein "leichtes" Stimmungstief bei einigen. Tapfer kämpften wir uns aber durch diverse Schlammlöcher und Pfützen. Matsch bis zu den Knien? Egal! Es könnte schließlich schlimmer sein! Ein Highlight war auch eindeutig der Versorgungspunkt der örtlichen freiwilligen Feuerwehr, der uns mit Schwedenfeuern, Musik, leckeren Schmalzbroten und Brezeln empfing. Dort herrschte eine ausgelassene Partystimmung, die uns euphorisch die nächste Etappe antreten ließ.

Nach 44 Kilometern hatten wir die Frühstücksstation in Waldkappel-Hasselbach erreicht. Geschuldet der wirklich anstrengenden Nacht kam der Vorschlag auf, doch einfach sitzen zu bleiben, Kaffee zu trinken und das reichhaltige Buffet aufzuessen. Aber eigentlich mussten wir ja nur noch über diesen "kleinen Hügel" (= "Hoher Meißner") und dann wären wir ja schon fast am Ziel. Somit wurden die Rucksäcke wieder geschultert und schweren Herzens das DGH mit den netten freiwilligen Helfern, die sich für uns die Nacht um die Ohren schlugen, verlassen.

Auf den Weg nach oben wurden sämtliche Motivationsshilfen ausgepackt - angefangen von Galgenhumor über ein geträllertes Liedchen bis hin zu wüsten Beschimpfungen der Natur war alles dabei. Letzten Endes hatten wir aber diesen Anstieg bezwungen und wurden am zugehörigen Versorgungspunkt mit den Worten begrüßt:"Ihr lacht ja noch, dürfen wir euch fotografieren?". Nach einem interessanten Schwätzchen mit einem der Mitorganisatoren, der uns versicherte, dass die restliche Strecke ein Klacks wäre, wanderten wir in der Hoffnung weiter, dass wir nicht belogen wurden. Tatsächlich war die restliche Strecke nicht mehr geprägt von vielen kernigen An- und Abstiegen, und auch die Matschfallen konnten mit dem Tageslicht einfacher umgangen werden. Jedoch steckten nun natürlich die Kilometer schon in den Knochen. Die ersten Zipperlein wurden beklagt, Blasen lokalisiert und Zweifel am Ankommen wurden laut. Auch musste die Zielbelohnung immer öfter vor dem inneren Auge beschworen werden. Der obligatorische Kuchen bei mir fiel als Ansporn allerdings aus, da bei fast jedem VP äußerst leckere Blechkuchen bereitstanden. Mit Eisschokolade war aber schnell ein guter Ersatz gefunden.

Ehe wir es uns versahen (HaHaHa), waren wir bereits auf den letzten Kilometern. Die letzten Reserven wurden mobilisiert, und wie es so ist: Kaum war die Königs-Alm als Ziel in Sichtweite, waren die Strapazen schon fast vergessen und freudestrahlend wurde die Ziellinie überquert.

Die vergangenen Stunden ließen wir anschließend beim gemütlichen Zusammensitzen Revue passieren und waren mit uns und der Welt zufrieden :)

 

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